Und dann Romy Schneider

Regie: Manon Krüttli

Dieses Stück, unter der Regie von Manon Krüttli, ist der ideale Einstieg, um sich in unser Ensemblö zu verlieben: 9 Schauspieler*innen sind auf der Bühne zu sehen.

Dreiundsechzig Filme zählt Schneiders Filmographie, alle von Männern inszeniert. Guillaumes Text umfasst entsprechend viele Monologe: Zwei Redeflüsse, collagiert aus echten Zitaten von Romy, als Rahmen und dazwischen 61 fiktionalisierte Einstellungen aus der Perspektive ihrer Figuren oder Co-Stars. Und dann crasht noch ein kleinfeines, vielleicht gefälschtes, jedoch bisher unveröffentlichtes Jelinek-Stück die Party. Insofern nimmt der Text so eine hybride Natur an, irgendwo zwischen Theater, Film und Roman – die Schnittstelle, die Guillaume sowieso gern erforscht: Das Dazwischen, in dem wir all diese wahren und erfundenen Stimmen über Romy hören und in deren Widersprüchen sich vielleicht ein paar Schimmer ihrer Gestalt erhaschen lassen. «Das meiste, was über mich geschrieben wurde, sind Lügen», wie Romy selber sagte. «Sa vie, cʼest son travail … ou lʼinverse», so Guillaume.

Manon arrangiert nun wiederum diese Monolog-Komposition in etwas, das sie als «Sprachinstallation» beschreibt. So begreift sie den Text eher musikalisch – beinahe wie eine Partitur – in der Figuren eher spontan verkörpert und ebenso schnell wieder verworfen werden können. Das fragmentarische Passagenwerk des Textes dient eher zur kreisförmigen Vorlage, auf der unser ENSEMBLö mit Manon vor- und rückwärts spielt.


das Stück besteht aus 63 Monologen


Quelle: Theater Neumarkt