Der Goalie bin ig

Von Pedro Lenz / Johanna Böckli

So richtig Glück hat er nicht gehabt im Leben, der Goalie. Die ersten 33 Jahre verbrachte er in einem Nest namens Schummertal. Dort war der Drogenkonsum hoch und der Arm des Gesetzes lang. Dabei war der Goalie doch nur ein kleiner Fisch, nicht mal ein «Grämmlidealer».

Seine Haftstrafe sass er brav ab und dem Neuanfang stand nichts mehr im Weg. Er fand eine Wohnung und sogar einen Job. Und als die schöne Regula, um die er ausdauernd, aber bislang vergeblich und vielleicht auch etwas dämlich geworben hatte, einwilligte, mit ihm nach Spanien in die Ferien zu fahren, war das Glück fast schon zum Greifen nahe.
Aber wie so oft schlug das Schicksal dem Goalie ein Schnippchen, und wieder einmal wurde er in Dinge verwickelt, mit denen er weder etwas zu tun hatte noch haben wollte...

Humorvoll und melancholisch zugleich zeichnet Pedro Lenz mit Berndeutscher Poesie die gewitzte, grundsympathische und doch gefährdete Figur des Goalies. 2014 wurde das Buch von Sabine Boss verfilmt und avancierte zu einem der erfolgreichsten Schweizer Filme des Jahres. Nun erobert der Goalie auch die Theaterbühnen – beim Theater Kanton Zürich auf Wunsch des Autors in einer Züritüütschen Fassung.

Regie: Johanna Böckli
Mit: Nicolas Batthyany
Produktion: Theater Kanton Zürich

Quelle: Theater Winkelwiese