Tristan und Isolde

Von Theater HORA & Hauen und Stechen

Richard Wagners «Tristan und Isolde» ist eine leidenschaftliche Liebesgeschichte und eine Oper der rohen Emotion, in der Rationalität und Reflexion wenig Platz bekommen. Das passt gut in eine vom Populismus infizierte Zeit.

In einer riesigen Wal Installation navigiert das Team durch einen Ozean von Euphorie, Depression, Lust, Hass und Scham über Stationen der Liebesgeschichte hinweg. Wagners Musik wird zu einer Waffe, um privilegierte Konversationen zu stören und stillschweigende liberale Übereinkünfte in Frage zu stellen. Eine herkömmliche Diskussion ist bei so viel Geschrei nicht mehr möglich. Sprache ist hier Slapstick, Intensität ist Trumpf. Es geht um unverschämte Selbstmitteilung und vulgäre Emotionsbekundung und gleichzeitig um eine reale Utopie. Man muss schliesslich nicht alles vermeiden, was man nicht verträgt.
Zum ersten Mal kommt das für seine opulenten und humorvollen Opernabende bekannte Berliner Musiktheaterkollektiv HAUEN UND STECHEN mit dem Theater HORA zusammen, um Wagners Oper die emotionale und performative Dimension zu geben, die sie einfordert.

Regie: Julia Lwowski
Musikalische Leitung: Roman Lemberg
Bühne und Kostüm: Yassu Yabara
Dramaturgie und Text: Maria Buzhor
Mit Remo Beuggert, Vera Maria Kremers, Gina-Lisa Maiwald, Julia Häusermann, Gianni Blumer, Nele Jahnke, Robin Adams, Matthias Grandjean, Simon Stuber, Tiziana Pagliaro, Fredi Senn, Caitlin Friedly, u. a.
Koproduktion Musikkollektiv HAUEN UND STECHEN Berlin, Sophiensäle Berlin, Fabriktheater Rote Fabrik Zürich

Gefördert durch Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Stadt Zürich Kultur, Ernst Göhner Stiftung, Hauptstadtkulturfonds Berlin, Stiftung Züriwerk, Förderverein Theater HORA

www.hora.ch / www.hauen-und-stechen.com