Orgel-Spektakel

Mit Cameron Carpenter und dem ZKO

Es hat sich längst herumgesprochen, dass der 1981 geborene US-Amerikaner Cameron Carpenter die schnellsten Beine der Musikgeschichte hat. Seine Füsse tanzen über die Klaviatur seiner digitalen Orgel als steppe Fred Astaire. Das muss man einmal gesehen haben. Das Zürcher Publikum kann den schillernden Organisten am 22. Juni live mit dem ZKO erleben.

In der Szene gehört er zu den Paradiesvögeln – immer wieder wechselnde Haarschnitte und -farben sowie auffällige Outfits sind sein Markenzeichen. Aber nicht nur äusserlich polarisiert der Organist, sondern auch mit seiner leidenschaftlichen Spielweise. Seit 2014 spielt der US-Amerikaner nicht mehr auf eingebauten Instrumenten, sondern tourt mit einer nach eigenen Plänen gefertigten mobilen Orgel um die Welt. «International Touring Organ» nennt er das digitale Riesending, mit dem er das Publikum auf der ganzen Welt regelmässig ins Staunen versetzt. Das Instrument ermöglicht eine Unendlichkeit an Kombinationen. Es hat 180 Register, also Klangvariationen, die man schier endlos kombinieren kann. Und das tut Carpenter auch. Er ist sich sicher, dass jede Art von Musik für die Orgel geeignet ist. Sein Repertoire reicht darum auch von Klassik bis Pop.

Genregrenzen spielen auch bei seinem Konzert mit dem Zürcher Kammerorchester keine Rolle. Der Konzertsaal der Tonhalle Maag verwandelt sich am 22. Juni zum weiträumigen Space Shuttle, bereit zum Abflug in unbekannte Sphären und Welten. Das Publikum darf sich nämlich auf eine rund 20-minütige Improvisation des Künstlers freuen. Darüber hinaus spielen Carpenter und das ZKO Werke von Bach, Poulenc und Gershwin.

Quelle: www.zko.ch