In the Mood for Frankie

Inszenierung & Choreografie: Trajal Harrell

«Ein Musenpark zwischen Geschichte und Imagination» – so nennt Trajal Harrell seinen Abend In the Mood for Frankie.

Ausgangspunkt ist die Muse, jene seltsame Gestalt zwischen Traum und Wirklichkeit, jenes unwahrscheinliche Wesen, das einen festen Platz in den Vorstellungswelten des Kunstmilieus einnimmt, obwohl nicht erst seit der #metoo-Debatte klar ist, dass dieses Wesen eine heikle Projektion ist. Trajal Harrell nähert sich ihm über eine asiatische Tanzform, den japanischen Butoh-Tanz, den er seit vielen Jahren erforscht und den er weniger imitiert als vielmehr in seine eigene Bewegungssprache aus Voguing und Postmodernem Tanz einflicht. Der Mitbegründer des Butoh-Tanzes Tatsumi Hijikata steht diesem Abend Pate, den auch andere «Musen» prägen: der Filmemacher Wong KarWai und die Gründerin des Modelabels Comme des Garçons Rei Kawakubo sowie die Sängerin Sade und andere Gründer des Butoh Kazuo Ohno. Und nicht zu vergessen Harrells eigene Zusammenarbeit mit den Tänzern Thibault Lac und Ensemblemitglied Ondrej Vidlar, mit denen er an diesem Abend gemeinsam auf der Bühne steht.

Quelle: Schauspielhaus Zürich